Militaristische Straßennamen wurden durch die Namen von Antikriegsaktivistinnen ersetzt.

BERLIN – Laut einem Bericht, auf der Internetplattform „Indymedia Linksunten“ wurden in der Nacht vom 12. auf den 13. April in mehreren Straßen in Berlin-Kreuzberg militaristische Straßenschilder überklebt.

Man wolle mit der Aktion gegen Militarismus im Straßenbild vorgehen, so die Aktivisten der „Aktion zur Demilitarisierung des öffentlichen Raums“. Bei der Aktion wurden mehrere Straßen-, U-Bahn- und Brückenschilder überklebt. Bei den überklebten Namen handelt es sich um Vertreter des preußischen Militarismus, wie Gneisenau, Wrangel und Adalbert. August Neidhardt von Gneisenau und Friedrich von Wrangel waren preußische Generalfeldmarschälle, Heinrich Wilhelm Adalbert war Admiral und Oberbefehlshaber der preußischen Marine.

Die alten Straßennamen wurden mit den Namen verschiedener Antikriegsaktivistinnen und Frauenrechtlerinnen überklebt. Damit wolle man auch der männlich dominierten Geschichtsschreibung, in der Frauen kaum eine Erwähnung finden, etwas entgegensetzen, so die Aktivisten. Bei den neuen Namen handelt es sich um Anita Augspurg, Lida Gustava Heymann, Marie Diana Equi und Flora Tristan. An den Straßen wurden zudem Informationen zu den Biografien der Frauen hinterlassen.

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