Unfallopfer wird rassistisch beleidigt und stirbt später an den Verletzungen.

Am frühen Morgen des 15. April wurde vor der Cottbusser Stadthalle eine Studentin angefahren und scher verletzt. Mittlerweile ist die 22-jährige ihren schweren Verletzungen erlegen. Die aus Ägypten stammende junge Frau studierte als Gaststudentin in Cottbus und wollte hier ihren Abschluss machen. Eine Augenzeugin des Vorfalls berichtet, dass die Insassen des Unfallfahrzeugs, anstatt zu helfen, laute, höhnische Bemerkungen von sich gaben und das Unfallopfer beleidigten. Dem Gedächtnisprotokoll der Zeugin zufolge wurde unter anderem „Verpisst Euch doch einfach wieder in Euer Land, dann werdet Ihr auch nicht angefahren – Scheiß-Asylanten!“ gerufen.

Offenbar kommt es zunehmend in verschiedenen alltäglichen Situationen, eben auch im Verkehr,  aus rassistischen und chauvinistischen Motiven zu Gewalt gegen MigrantInnen. Im November 2016 beispielsweise berichtete die Kölner Lokalpresse, dass ein Autofahrer angeschossen wurde, nachdem es an einer roten Ampel zum Streit aufgrund von ausländerfeindlichen Äußerungen des späteren Täters kam.