Bundesinnenministerium veröffentlicht Zahlen für das erste Quartal 2017. Viele Asylanträge weiter unbearbeitet.

Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat am vergangenen Montag, die aktuellen Zahlen der in Deutschland ankommenden Geflüchteten, für das erste Quartal 2017, veröffentlicht. Laut Innenministerium haben in der Zeit von Januar bis März 2017 insgesamt 60.157 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (181.405 Personen) bedeutet dies einen Rückgang um 66,8 Prozent.

Ursache für den Rückgang, dürften vor allem Grenzschließungen osteuropäischer Länder wie Bulgarien oder Rumänien, so wie die militärische Sicherung des Mittelmeers sein. Auch das Flüchtlingsabkommen zwischen der Europäischen Union der Türkei, in welchem sie sich gegen Geldzahlungen verpflichtet, Flüchtlinge nicht ausreisen zu lassen, wirkt sich massiv auf diese Zahlen aus.

Wie aus der veröffentlichten Statistik hervorgeht, waren die Hauptherkunftsländer Syrien (rund 11.000 Asylsuchende), Irak (rund 4.000) und Afghanistan (rund 3.000). Pro Monat kommen derzeit zwischen 14.000 und 15.000 Asylsuchende nach Deutschland. Nach wie vor werden Asylanträge nicht zeitnah bearbeitet. Laut Zahlen des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gibt es immer noch 278.000 anhängige Asylanträge über die nicht entschieden wurde.