Laut „Amnesty International“ wurden 2016 mindestens 218 MenschenrechtsaktivistInnen ermordet.

Die Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ gibt an, dass laut ihrer Informationen im vergangenen Jahr mindestens 281 MenschenrechtsaktivistInnen getötet wurden. In 94 Ländern sollen aktive MitstreiterInnen bedroht oder angegriffen worden sein. In 70 Staaten wurden AktivistInnen wegen ihrer Arbeit festgenommen.

Andrea Berg, die Leiterin des Bereichs Politik bei Amnesty Deutschland, beschreibt die Entwicklung der Repression gegen MenschenrechtskämpferInnen wie folgt: „Das systematische Vorgehen von immer mehr Regierungen weltweit raubt Menschenrechtsaktivisten die Luft zum Atmen, es erstickt die Idee einer freien, gerechten und von Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung geprägten Gemeinschaft.“

Amnesty Deutschland fordert auch die deutsche Bundesregierung auf, sich stärker für den Schutz der Menschenrechte einzusetzen. Angriffe auf MenschenrechtsaktivistInnen müssten sowohl innerhalb, als auch außerhalb der Landesgrenzen verhindert werden, so Amnesty. Andrea Berg unterstrich in ihren Ausführungen die wichtige Kontrollfunktion der MenschenrechtsaktivistInnen gegenüber allen staatlichen Institutionen.