1333 Menschen sind 2016 an ihrem Drogenkosum gestorben. 9% mehr als 2015.

Am vergangenen Montag stellten die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, und der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, den Jahresbericht zur Rauschgiftkriminalität 2016 in Berlin vor. Laut Bericht hat die Zahl der durch Drogenkonsum unmittelbar getöteten Menschen im vierten Jahr in Folge deutlich zugenommen. Waren die Zahlen bis zum Jahr 2012 noch rückläufig, steigen sie seitdem deutlich an. Starben 2013 noch 1002 Menschen an Drogen, so waren es im Jahr 2016 laut dem Bericht 1333.

Besonders stark stieg die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum sogenannter „Designerdrogen“. Sie verdreifachte sich fast gegenüber dem Jahr 2015. Die Hauptursache der Drogenopfer blieb wie in den Vorjahren eine Überdosierung von Opiaten, die allein oder in Verbindung mit anderen Substanzen zum Tod führten. Der Altersdurchschnitt aller Drogentoten lag im vergangenen Jahr bei knapp über 38 Jahren, heißt es in dem Bericht.

Auch die Zahl der durch die Polizei registrierten Rauschgiftdelikte stieg 2016 um weitere 7% an. Insgesamt wurden 302.592 Fälle registriert. Damit machen Rauschgiftdelikte 5% aller 2016 registrierten Delikte aus.