Am vergangenen Wochenende hat es in zwei linken Kulturzentren in Deutschland gebrannt. Faschisten werden als Täter vermutet.

In der Nacht vom 09.06. auf den 10.06.2017 wurden gegen 3 Uhr zwei mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Flaschen in die Eingangshalle des „Anklamer Demokratiebahnhofs“ (Mecklenburg-Vorpommern) geworfen. Auch wurden die denkmalgeschützte Fassade und der Eingangsbereich mit weißer Farbe beworfen. Ein Ausbreiten der Flammen konnte durch den schnellen Einsatz der im Gebäude befindlichen Personen verhindert werden.

„Mich erschüttert die Tatsache, dass bei dem Anschlag billigend in Kauf genommen wurde Menschen zu verletzen. Rechtsextreme versuchen unser friedliches zivilgesellschaftliches Engagement gegen Diskriminierung und für Menschenrechte mit massiver Gewalt dauerhaft zu zerschlagen. Das kann nicht hingenommen werden,“ so Klara Fries, eine Mitorganisatorin des Demokratiebahnhofs.

Bereits in der Vergangenheit gab es in Anklam gewalttätige Angriffe durch Faschisten. Die BetreiberInnen des Demokratiebahnhofs sehen in diesem Angriff einen traurigen Höhepunkt organisierter rechter Gewalt in der Kleinstadt.

Auch in Düsseldorf hat es am Freitagabend in einem linken Treffpunkt gebrannt. Im Hof des „Linken Zentrums Hinterhof“ gingen rund 3000 Wahlplakate der Partei DIE LINKE und ein Kleinbus in Flammen auf. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Linke Zentrum, die Büroräume der Linkspartei und umliegende Privatwohnungen verhindert werden. Das Landeskriminalamt (LKA) hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung aufgenommen.