US-Journalist berichtet von geplantem Einsatz der Überwachungsdrohne „Predator“ in Hamburg.

Einem Bericht des amerikanischen Journalisten und verteidigungspolitischen Experten Jay Tuck zufolge plant der „Secret Service“ zum Schutz des US-Präsidenten Donald Trump u.a. den Einsatz der Kriegsdrohne „Predator“ während des G20-Gipfels in Hamburg. Radio Hamburg und Die Zeit beziehen sich dabei auf einen aktuellen Artikel von Tuck mit dem Titel: „Sie sehen Dich, sie werden Dich kriegen“.

Laut Tuck soll mindestens eine Drohne des Typs „Predator“ während dem Aufenthalt Trumps in Hamburg in rund 5.000 Meter Höhe über Hamburg kreisen. Die Drohne ist mit dem „ARGUS-IS Spionage-System“ ausgestattet und soll in wenigen Sekunden hunderttausende Menschen identifizieren und ihre Bilder mit internationalen Fahndungslisten abgleichen können. Laut Herstellerangaben ist dies auch bei Nacht oder schlechten Wetterverhältnissen möglich. Tuck gibt an, dass dies der erste Einsatz der Drohne außerhalb eines Kriegsgebiets wäre.

Neben Kriegsdrohnen sollen laut Tuck auch hochsensible Mikrosensoren zum Einsatz kommen, um den Gipfel und die Fahrtrouten der Delegationen zu schützen. Die Sensoren sollen mögliche Radioaktivität, chemische Kampfstoffe und Sprengstoff aufspüren. Die Hotelfassaden sollen dauerhaft mit Infrarotkameras abgetastet und Abwasserkanäle von Robotern durchsucht und überwacht werden.

Ein Teil des amerikanischen Spionage-Equipments soll darüber hinaus den deutschen Behörden vollkommen unbekannt sein, so Tuck. „Ich kenne einige leitende Mitarbeiter im deutschen Sicherheitsbereich“, sagt Tuck, „die bei G20 darauf hoffen, endlich einen ersten Blick auf die US-Hightech zu erhaschen.“