Studium als Armutsfalle. BAföG und Nebenjobs reichen kaum um Kosten zu decken.

Immer mehr Studierende an deutschen Universitäten leben in Armut. Das BAföG reicht in der Regel nicht aus, um die laufenden Kosten der jungen Akademiker zu decken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die das „Deutsche Studentenwerk“ gemeinsam mit dem „Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie“ (FiBS) in Berlin herausgegeben hat.

Der Studie zufolge fehlen den Studierenden im Monat durchschnittlich 100 bis 200 Euro. Der Kölner Stadtanzeiger verweist auf Berechnungen des Kölner Studentenwerks, die monatliche Ausgaben von insgesamt 848 Euro für Studierende angeben. 355 Euro davon werden im Schnitt allein für Miete veranschlagt. Die Zahlen stammen noch aus dem Jahr 2012. Seitdem sind insbesondere die Mieten in der Region weiter drastisch angestiegen. In Köln arbeiten 76 Prozent der Studierenden neben dem Studium, um über die Runden zu kommen.

In anderen Städten mit explodierenden Mieten wie München, Frankfurt am Main oder Stuttgart ist die Situation ähnlich angespannt. Die Sozialreferentin des Kölner AStAs, Jana Thomas, fordert deshalb im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger eine Erhöhung des BAföG-Höchstsatzes auf 850 Euro.­

Rund 30 Prozent der Studierenden brechen ihr Studium ab, bevor sie einen Abschluss erhalten haben. Viele von ihnen, weil trotz Arbeit neben dem Studium das Geld nicht zum Leben reicht.