Der Streik von 10.000 indonesischen Bergarbeitern geht im zweiten Monat weiter.

In der weltweit drittgrößten indonesischen Kupfer- und Gold-Mine „Grasberg“ (Westneuguinea) geht der Streik von rund 10.000 Bergarbeitern auch nach einem Monat weiter. Am 1. Mai waren 10.000 gewerkschaftlich organisierte Bergarbeiter der insgesamt 32.000 Beschäftigten der durch die Firma „Freeport McMORAN Inc.“ betriebenen Mine in den unbefristeten Streik getreten. Damit wollen die Arbeiter gegen die schlechten und riskanten Arbeitsbedingungen und gegen Entlassungen protestieren. Zuvor hatte das Unternehmen „Freeport“ angekündigt, 10% der Beschäftigten zu entlassen und in einem ersten Schritt 1.200 Bergarbeiter langfristig auf Kurzarbeit umgestellt. Mehr als 20.000 der in der Mine beschäftigten Arbeiter sind zudem zu sehr prekären Arbeitsbedingungen über Zeitarbeitsfirmen angestellt.

Bereits kurz nach Beginn des Streiks waren 180 Bergarbeiter entlassen worden. Mitte Mai folgten weitere 1838. Nun streiken die indonesischen Bergarbeiter auch für die Wiedereinstellung ihrer Kollegen und haben ihren Streik ausgeweitet. Die Betriebsgewerkschaft „CEMWU SPSI PTFI“ verweist zudem darauf, dass das Vorgehen des Unternehmens auch die unterzeichneten Tarifabkommen verletze.