Jugendliche sind bereits früh politisch interessiert, sehen jedoch keine Möglichkeiten sich einzubringen.

Das Meinungsforschungsinstitut „YouGov“ und die Zeitschrift BRAVO haben in einer gemeinsamen Studie das Interesse der 14-17 Jährigen an Politik untersucht. Die Studie zeigt ein besonders großes Interesse der Jugendlichen an politischen Themen. Demnach gaben rund ein Drittel der Befragten an, sich aktiv über politische Themen zu informieren. Das wichtigste Thema der Jugendlichen war die Innere Sicherheit, dies sei sogar noch wichtiger als das Thema Ausbildung, so die Studie.

Zwei Drittel der Jugendlichen sehen ihren eigenen Einfluss auf die aktuelle Politik als sehr gering an und nur rund 10 Prozent denken, dass ihre Interessen durch die Politiker gut vertreten werden. Die Hälfte aller Befragten würde sich für Politik deutlich mehr interessieren, wenn die Interessen der Jugendlichen mehr beachtet würden. Zudem prangern die Jugendlichen die Unehrlichkeit und fehlende Direktheit der Politiker an und wünschen sich eine verständlichere Vermittlung von politischen Themen.

Informationsquellen

Unter den 30 Prozent der Jugendlichen, die sich aktiv und regelmäßig über Politik informieren, liegt der Anteil der Jungen deutlich vor dem der Mädchen. Als häufigste Informationsquelle gaben die Jugendlichen mit 51 Prozent den Schulunterricht an, gefolgt von Fernsehen (48 Prozent) und Familie (43 Prozent). News-Apps, Soziale Medien und Radio werden von durchschnittlich 33 Prozent genutzt. Die Webseite und Printausgaben der Tageszeitungen kommen nur auf 25 bzw. 23 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Jugendlichen gab zudem an, in der Freizeit mit Freunden und Familie über Politik zu reden. Wie wichtig die politische Meinung der Eltern für Jugendliche ist, sieht man daran, dass nur etwa 20 Prozent mit der Wahlentscheidung der Eltern nicht zufrieden sind.