Anschläge und Opferzahlen nehmen deutlich ab. Kaum Anschläge in Westeuropa.

Laut den Angaben einer Studie des „Konsortiums für Terrorismus und Terrorabwehr“ der US-Universität Maryland sind im Jahr 2016 34.000 Menschen bei terroristischen Anschlägen getötet worden. Damit soll die Zahl der Todesopfer bei Anschlägen im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent gefallen sein. Bei den Toten zählt die Studie auch die 11.600 Attentäter, die bei ihren Aktionen ums Leben kamen, mit. Sie machen gut ein Drittel der Opfer aus.

Insgesamt zählten die WissenschaftlerInnen 13.400 Anschläge im Jahr 2016 und damit neun Prozent weniger als noch im Jahr 2015. Nur rund zwei Prozent der Anschläge ereigneten sich in Westeuropa. 87 Prozent der Anschläge konzentrierten sich auf die Regionen Mittlerer Osten, Nordafrika, Südasien und die Süd-Sahara-Region.

Auch bei den Opferzahlen sieht es ähnlich aus. Nur rund ein Prozent der Attentatsopfer stammen aus Westeuropa. Demgegenüber stehen 97 Prozent der Opfer aus den Regionen Mittlerer Osten, Nordafrika, Südasien und die Süd-Sahara-Region.

Die WissenschaftlerInnen beziehen ihre Daten für die Studie aus Nachrichten und der weltweiten Datenbank für Terrorismus „Global Terrorism Database“ (GTD). Dabei führt die Datenbank nur offiziell als terroristische Anschläge eingestufte Ereignisse mit auf. So tauchen etwa Aktionen, die als kriminelle Taten eingeordnet wurden, nicht in der Datenbank auf.