Die nach Nepal abgeschobene Duisburgerin Bivsi Rana ist heute morgen nach erfolgreichen Protesten von MitschülerInnen und FreundInnen wieder in Düsseldorf gelandet.

Am 29. Mai war die 15-jährige Bivsi Rana gemeinsam mit ihrer Familie nach Nepal abgeschoben worden. Ihre Eltern hatten bereits fast 20 Jahre in Deutschland gelebt und ein Restaurant betrieben. Die Abschiebung wurde von MitschülerInnen und vielen DuisburgerInnen als großes Unrecht empfunden und löste Proteste in Form von Petitionen und Demonstrationen aus.

Der Protest hatte – wie auch in der fast zeitgleich aufgekommen Debatte um Asef N., der aus Nürnberg nach Afghanistan abgeschoben werden sollte – dazu geführt, dass Bivsi nun vorerst doch zurück kommen und in Deutschland bleiben darf (Link).
Sie erhält ein Schüleraustausch-Visum, um ihren Schulabschluss zu machen. Die Behörden stellen ihr auch in Aussicht, danach ihre Berufsausbildung mit einem Studium fortsetzen zu können.

Kritische Stimmen werden jedoch vermutlich dennoch nicht vollkommen verklingen, denn was danach mit Bivsi Rana geschieht, ist unklar und ihre Eltern dürfen ihre Tochter lediglich aus „humanitären Gründen“ begleiten. Ihr Aufenthaltsstatus bleibt also ungeklärt.

Zudem wird insbesondere betont, dass es sich um eine Sonderregelung und eine Ausnahme bei Bivsi handelt, mit der andere MigrantInnen nicht rechnen können. Es dürfte wohl eine realistische Einschätzung sein, dass allein die massiven Proteste ihrer FreundInnen und MitschülerInnen sowie das große Medienecho dazu geführt haben, dass sie wieder nach Deutschland einreisen konnte.