In Solidarität mit der Toten und den Verletzten des Attentats von Charlottesville werden hunderte Versammlungen in den USA durchgeführt

Laut der Website „Invisible Guide“ fanden bisher mehr als 682 Events in ganz USA statt. Vor dem Weißen Haus kamen am Sonntagabend mehr als tausend Menschen zusammen. Selbst Hollywood Stars wie Jennifer Lawrence riefen dazu auf Neonazis im Internet zu outen.

Bei einer Demonstration von Neonazis ware am Samstag die Gegendemonstrantin Heather Heyer getötet und 35 Personen schwer verletzt worden. Ein Auto war in eine Gruppe demonstrierender gerast.

Welche Rolle spielte die Polizei?

Der Organisator der faschistischen Demonstration warf der Polizei derweil vor, die Demonstration nicht gesichert zu haben. Seine Presse-Ansprache wurde durch wütende Demonstranten beendet: „Du hast die Mörder eingeladen“ rief einer ins Presse-Mikrophon. Doch auch antifaschistische Demonstranten werfen der Stadt und der Polizei vor, nicht genügend gegen die Faschisten im Vorfeld und während der Demonstrationen vorgegangen zu sein. Im Internet kusieren mittlerweile dutzende Videos davon, wie es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Faschisten kommt ohne das die Polizei eingreift. Bereits am Freitagabend hatten die Faschisten einen Fackelmarsch durch Charlotteville durchgeführt. Dort kam es am Denkmal im Stadtzentrum zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Auch dort schritt die Polizei erst spät ein.

Nach Aussage des weißen Nationalisten Mathiew Heimbach handelte es sich beim der Demonstration um den größten Marsch von weißen Nationalisten seit zwei Jahrzehnten.

Massive Kritik an Donald Trump

Unterdessen wurde der amerikanische Präsident Donald Trump massiv,  selbst aus den eigenen Reihen kritisiert. Er hatte nach den Anschlägen sich von „Gewalt auf vielen Seiten“  distanziert ohne die rassistischen weißen Nationalisten besonders hervorzuheben. Während der Demonstration hatte unter anderem der Ku-Klux-Klan Chef David Duke davon gesprochen, dass er auf der Demonstration sei um „die versprechen die Donald Trump gegeben hat, nämlich unser Land zurück zu bringen“ zu erfüllen. Der 20-Jährige Attentats-Fahrer hatte im Vorfeld seiner Mutter gesagt, er würde auf einer Pro Trump Demonstration fahren. Ein ehemaliger Lehrer berichtet nach Angaben der Washington Post, dass dieser in seiner High-School-Zeit von Adolf Hitler fasziniert gewesen sei.
Erst am Montag sprach Trump auch davon dass Rassismus „böse“ sei. Wie tief sich Trump jedoch mit dem Anschlag von Charlottesville auseinandergesetzt hat, lässt sich in Frage stellen. So postete er im Laufe des Dienstags ein Foto von einem „Trump-Zug“ der einen CNN-Reporter überfährt. Später löscht er den Tweet wieder.