Der Klimawandel erreicht auch Europa.

Der Klimawandel bedroht nicht nur kleine Inselstaaten oder afrikanische, von regelmäßiger Dürre befallene Länder. Laut einer Studie der EU-Komission könnten im Jahr 2100 auch in der EU rund 150.000 Menschen jährlich infolge des Klimwandels umkommen.

Bereits heute sterben in der EU jährlich 3.000 Menschen an durch den Klimawandel verändertem Wetter, meist sind dies extreme Hitzewellen, Überschwemmungen und Unwetter.

Besonders betroffen sind auch die landwirtschaftlichen ErntenDie EU-Apfelernte soll im kommenden Jahr um ein Fünftel auf voraussichtlich 9,3 Millionen Tonnen sinken. Für Deutschland wird dieses Jahr von einer Ernte von nur 1 Million Dezitonnen Äpfeln ausgegangen, in den letzten 30 Jahren waren es ungefähr 2,8 Millionen Dezitonnen pro Jahr. 

Ursache des Rückgangs ist, dass Bienen, die ja zur Bestäubung der Blüten notwendig sind, an kälteren Tagen nicht fliegen können. So gab es Mitte April in Deutschland Frostnächte bis zu minus 12 Grad, Ende April wiederum  in Teilen Deutschlands extreme Dürre. Auch regional sind die Unterschiede groß: Während es im Osten zu Starkregen und Hagel kam, gab es im Südwesten vor allem Trockenheit und Dürre.