Razzien in Mecklenburg-Vorpommern wegen „Vorbereitung einer schweren staatsgefährenden Straftat“

Am Montag morgen wurden bei einem Polizisten und einem Rechtsanwalt in Mecklenburg-Vorpommern Wohnungen sowie Arbeits- und Geschäftsräume durchsucht. Beide seien laut Bundesanwaltschaft davon ausgegangen, dass die „politische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland, namentlich die aus ihrer Sicht verfehlte Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik“ zu einem Zusammenbruch der staatlichen Ordnung führen könne.

Für diesen Fall sollen sie sich mit Lebensmitteln und Munition für legal besessene Waffen eingedeckt haben. Für den Fall des Falles hatten sie bereits Todeslisten mit linken PolitikerInnen aufgestellt, die erst zu internieren und dann zu ermorden seien.

Die beiden Beschuldigten sowie vier weitere Personen, die bisher nur als Zeugen geführt werden, entstammen dem „Prepper“-Milieu. Dabei handelt es sich um eine Bewegung, die sich auf Naturkatastrophen und Bürgerkriege vorbereitet, indem sie Lebensmittel oder auch Gegenstände zur „Selbstverteidigung“ hortet.

Haftbefehle wurden nicht erlassen. Es sei darum gegangen, mit den Hausdurchsuchungen erst einmal die „bestehenden Verdachtsmomente zu objektivieren“, die Chat-Verläufen entstammen sollen.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Waffenfunden bei Faschisten. 1 2 3 4