In zahlreichen Städten wird heute traditionell gegen Krieg demonstriert.

Der 1. September wird in Deutschland geschichtlich als Antikriegstag begangen: Am 1. September 1939 überfiel das faschistische Deutschland Polen und begann damit den zweiten Weltkrieg. Seit 1957 ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) jedes Jahr zu zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland auf. Das Motto der jährlichen Kundgebungen ist: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“

Mehr als 160 Veranstaltungen und Aktionen haben Gewerkschaften, linke Gruppen und die Friedensbewegung bundesweit zum diesjährigen Antikriegstag organisiert. Zentrale inhaltliche Themen werden in diesem Jahr in vielen Städten der anhaltende Krieg in Syrien und Afghanistan, deutsche Rüstungsexporte und der Zusammenhang von Krieg und Flucht, sowie die Bekämpfung von Fluchtursachen sein. Auch die Forderung nach einem generellen Verbot und der kontrollierten Vernichtung aller Atomwaffen wird in diesem Jahr ein zentrales Thema sein.

„Es ist erfreulich, dass in so vielen Städten in Deutschland am 1. September ein deutliches Zeichen gegen Kriege und für Frieden gesetzt wird.“, so Kristian Golla vom „Netzwerk Friedenskooperative“ in einer aktuellen Pressemitteilung. Eine Anfang August veröffentlichte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Kantar Emnid“ ergab, dass die Angst vor neuen Kriegen mit 65 % die am dritthäufigsten geäußerte Antwort war. „Das zeigt, wie aktuell und wichtig das Thema Frieden nach wie vor für die Menschen ist.“, so Golla weiter.