Eine Gruppe Jugendlicher vergewaltigte eine junge Frau in einem öffentlichen Bus. Hunderte bei Protesten gegen Vergewaltigung.

Am 23. August versammelten sich hunderte Menschen in Casablanca (Marokko) um gegen Belästigung und Vergewaltigung zu protestieren. Einige Tage zuvor machte ein Video von einer Gruppenvergewaltigung in den sozialen Medien die Runde.

Das Video zeigt, wie sechs junge Männer eine Frau in einem Bus vergewaltigen. Die jungen Männer lachen. Die Frau schreit verzweifelt um Hilfe. Niemand kommt um ihr zu helfen, nicht einmal der Busfahrer. Die Täter wurden am 21. August vorerst verhaftet. Sie waren zwischen 15 und 17 Jahre alt. Die 24-Jährige Frau befindet sich laut „marocco world news“ mittlerweile in psychiatrischer Behandlung.

Unter den Protestierenden waren besonders viele Frauen. Sie zeigten mit ihrem Protest, dass sie in der Öffentlichkeit keine Angst haben und sich nicht einschüchtern lassen. Auf ihren Schildern waren Sprüche zu lesen wie „Nein heißt Nein!“ und „Nein zur Vergewaltigungskultur“ (Link)

Die OrganisatorInnen thematisierten außerdem auch das Verhalten der ZeugInnen. Frauen würden nicht nur belästigt werden, sondern es käme ihnen auch niemand zur Hilfe. Ihr Protest richtete sich zugleich auch gegen die Regierung, die nichts gegen die Angriffe auf Frauen unternehme. Sie riefen „Wie viele Frauen müssen noch vergewaltigt werden, müssen sterben oder sich selbst umbringen, bevor die Regierung endlich etwas unternimmt?“ und „Was ist mit den anderen? Was ist mit denjenigen, deren Angriffe nicht gefilmt oder dokumentiert wurden?“.