Die USA stationierten jüngst Bomber an der nordkoreanischen Grenze – die US-Bürger misstrauen dieser Entscheidung.

Trump hatte zuvor bei einer UN-Vollversammlung ausgesprochen, dass es unter Umständen keine Alternative gebe „außer Nordkorea vollständig zu vernichten“. Die USA seien für diesen Massenmord „bereit, gewillt und fähig“Ri Yong-Ho, der Außenminister Nordkoreas, äußerte sich daraufhin ebenfalls vor der UN. Er erklärte dabei, dass die Beleidigung „rocketman“ (dt.: „Raketenmann“) gegen den nordkoreanischen Präsidenten einen Raketenangriff legitimiere, Trump hatte Kim Jong-Un wiederholt einen „rocketman“ genannt. Seitdem haben die USA mehrere B-1B-Bomber an die nordkoreanische Grenze bewegt. Die Sprecherin des Pentagons, Dana White, betont, dass es sich um eine „Demonstration der Entschlossenheit der USA und eine klare Botschaft…“ handle, „… dass dem Präsidenten viele militärische Möglichkeiten zur Abwehr jeglicher Bedrohung zur Verfügung stehen“.

Bevölkerung lehnt Präventivschlag ab

Repräsentative Umfragen machen hingegen deutlich: Die Mehrheit der Amerikaner bevorzugt diplomatische Bemühungen mit Nordkorea und befürwortet eher weitere ökonomische Sanktionen. Diese Studien ergeben auch, dass ein Großteil der US- Bevölkerung einen möglichen Atomkrieg mittlerweile als konkrete Bedrohung wahrnimmt. Von denjenigen, die militärische Maßnahmen nicht grundsätzlich ausschließen, lehnen 72 % einen Präventivschlag ab. Die Mehrheit ist beunruhigt und unzufrieden mit den Entscheidungen, die bezüglich Nordkoreas bisher getroffen wurden, und ein Drittel spricht sich dafür aus, dass bessere Handelsbeziehungen ein Mittel seien, den Konflikt zu entspannen.

Vertrauen in Trump in dieser Angelegenheit sinkt

In dem selben Maße, in dem die Skepsis und Unsicherheiten bezüglich des Konflikts der USA und Nordkorea inmitten der Bevölkerung wachsen, wächst auch der Zweifel, ob Präsident Trump das Risiko richtig kalkuliert. Nur 26 % äußern sich zuversichtlich, dass er US-Präsident imstande sei, die Situation zu überblicken. Jüngere Befragte sind dabei weniger besorgt, was den Konflikt an sich anbelangt, haben aber gesteigertes Misstrauen gegenüber Trump. Nur 29 % der Befragten unter 40 Jahren trauen dem Präsidenten zu, richtige Entscheidungen zu treffen. Dieses Misstrauen spiegelt sich auch in seinem schwindenden Rückhalt bei den Parteien wider: Nur noch 82 % der Republikaner sind mit der Arbeit ihres Präsidenten zufrieden, unter den Demokraten sind es gerade einmal 11 %.

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