Forscher belegen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Unsicherheit und Fettleibigkeit.

In Deutschland ist die Zahl fettleibiger Personen zwischen 2000 und 2013 von 20,3 auf 23,6 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Studie der OECD. Damit liegt Deutschland über dem Durchschnittswert von 18,4% bei den OECD-Ländern. Die drei höchsten Plätze belegen die USA (35,3%), Mexico (32,4%) und Neuseeland (30,6%). Forscher haben nun empirisch nachgewiesen: Ursache für den Anstieg von Fettleibigkeit ist wirtschaftliche Unsicherheit.

Als Unsicherheits-Indikator wurde dabei zur Grundlage genommen, dass das Einkommen innerhalb eines Jahres bei den untersuchten Personen um mindestens 25 Prozent gesunken ist.

Das Ergebnis: Wenn die Wahrscheinlichkeit, ein Viertel des Einkommens einzubüßen, um ein Prozent steigt, nimmt das Adipositas-Risiko bei Männern um 0,8 Prozent, bei Frauen um ein Prozent zu. Den Forschern zufolge könnten so mit der verwendeten Maßzahl für Unsicherheit 50 Prozent der realen Entwicklung erklärt werden. Wirtschaftliche Unsicherheit ist dabei der ausschlaggebenste Faktor

International lässt sich beobachten: Volkswirtschaften, die am stärksten ihren Arbeitsmarkt „liberalisiert“ und „flexibilisiert“  haben – und damit zu wachsender Unsicherheit beitrugen – weisen auch die höchsten Zuwachsraten bei der Fettleibigkeit auf.

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