Treibhausgas-Konzentration so hoch wie seit 800.000 Jahren nicht.

Die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre ist im Jahr 2016 so schnell gestiegen wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Laut einem Bericht der „Weltorganisation für Meteorologie“ (WMO)  lag die Kohlendioxid-Konzentration bei 403,3 Teilchen pro Million Teilchen (ppm), im Jahr davor seien es 400 ppm im Jahr gewesen. Seit den letzten 20 Jahren ist dieser Wert um mehr als 10% gestiegen.
Nach Analysen der WMO ist der starke Anstieg menschengemacht – jedoch kam dieses Jahr noch das Wetterphänomen „El Niño“ hinzu. Infolge erhöhter Ozeantemperaturen und Dürren in den Tropen konnten demnach Meere und Wälder nicht so viel klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) aufnehmen wie in den Jahren zuvor.

CO2-Konzentration so hoch wie seit Millionen Jahren nicht

Bis zu Beginn der Industrialisierung um 1750 lag dem Bericht der WMO zufolge die Konzentration von CO2 mindestens 800.000 Jahre unter 280 ppm.
Eine ähnlich hohe Konzentration wie heute soll es zuletzt vor drei bis fünf Millionen Jahren gegeben haben: Im erdgeschichtlichen Zeitalter des „Pliozäns“ seien das Wasser zwei bis drei Grad wärmer, Grönland und die West-Antarktis eisfrei gewesen und der Meeresspiegel habe zehn bis 20 Meter höher gelegen.

75% des CO2-Ausstoßes kommt heute aus den stärksten 20 Wirtschaftsnationen der Welt (G20). (Link)