Insgesamt vier Menschen von Kies verschüttet.

In der Nacht von Montag auf Dienstag sind in einem nordrhein-westfälischen Kieswerk in der Nähe der Stadt Anholt in der Gemeinde Isselburg zwei Männer ums Leben gekommen und zwei verletzt worden. Die vier Arbeiter waren im Bereich eines aufgeschütteten Kiesbergs beschäftigt, als aus noch ungeklärter Ursache ein Teil der Steine ins Rutschen geriet. Bei den Toten handelt es sich um einen 42-jährigen Niederländer und einen weiteren noch nicht geborgenen Arbeiter.

Die Sand- und Kiesgrube „Kieswerk Breels“ wird von der „Heeren-Herkener Kiesbaggerei GmbH“ betrieben, die wiederum zur niederländischen „Netterden Gruppe“ gehört. Eröffnet wurde das Kieswerk am 25. Oktober 2012. Das Unternehmen selbst wirbt damit, über modernste Aufbereitungsanlagen zu verfügen. Ob sie auch modernen Arbeitsschutzanforderungen entsprechen, blieb offen.

2016 gab es im Bereich von „Rohstoffen und chemischer Industrie“ bereits 23 Arbeitsunfälle mit Todesfolge. Insgesamt musste die Statistik der DUGV („Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“) für das letzte Jahr schon allein 400 Menschen aufweisen, die bei ihrer Arbeit ums Leben kamen.