US-Marineübung im Pazifik wird zur militärischen Machtdemonstration in Asien. 

Die USA halten zwischen Samstag, dem 11. November, und dem darauffolgenden Dienstag ein Flottenmanöver mit drei Flugzeugträgern im Westpazifik ab. Das berichtet „Spiegel Online“ unter Bezugnahme auf eine Erklärung von Admiral Scott Swift, dem Kommandanten der US-Pazifikflotte (Link). Es wird vermutet, dass die genaue Einsatzregion der Flugzeugträger „Nimitz“, „Ronald Reagan“ und „Theodore Roosevelt“ in der Nähe von Südkorea oder Japan liegen wird. Es handele sich um die größte Marinepräsenz der USA in der Region seit 2007.

Das Manöver, das zeitgleich mit einer Asienreise des US-Präsidenten Trump stattfindet, dürfte vor allem darauf ausgerichtet sein, den militärischen Druck auf Nordkorea zu erhöhen (Link). Bereits im April hatten die USA gemeinsame Manöver mit Südkorea und Japan abgehalten und begonnen, ein neues Raketenabwehrsystem in Südkorea zu installieren. Die größte Militärmacht der Welt hat dort zudem mehrere zehntausend Soldaten dauerhaft stationiert.

Auch der schwelende Konflikt mit China um das Südchinesische Meer, durch das eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt verläuft, dürfte für die kriegerischen Übungen im Westpazifik eine Rolle spielen (Link).

Gegen die Kriegsvorbereitungen in Ostasien, die vor allem durch die US-amerikanische und die japanische Regierung vorangetrieben werden, regt sich zunehmend Widerstand in den betroffenen Ländern. So hat es in Japans Hauptstadt Tokio in den vergangenen Wochen verschiedene Protestaktionen gegen die Militarisierung und den Besuch Donald Trumps gegeben (Link). In Südkorea kommt es bereits seit Monaten zu militanten Widerstandsaktionen gegen einen drohenden Krieg und die Vorbereitungen hierauf (Link).