Bundesregierung hält dennoch Krisenmanagement der Bahn bei Stürmen für „gut organisiert“

Der Sturm „Xavier“ hat Anfang Oktober zu gravierenden Sturmschäden und vor allem zu massivem Zugausfall über eine ganze lange Woche lang geführt: Tausende Menschen strandeten an Bahnhöfen. Die Deutsche Bahn stellte den Zugverkehr in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns wie außerdem die wichtigen Fernverkehrsstrecken Berlin-Hamburg sowie Berlin-Hannover ein. Die Linkspartei wollte nun mit einer kleinen Anfrage herausfinden, welche Rolle die „Deutsche Bahn AG“ dabei spielt, deren Eigentümerin die Bundesregierung ist. Hier die wichtigsten Informationen:

  • Beim Sturm „Xavier“ kam es zu 247 Totalsperrungen. Mehr als doppelt soviel wie jeder andere Sturm seit Messung verursachte.
  • In der Folge von „Xavier“ fielen 408 Fernzüge komplett und 852 teilweise aus, weitere 280 wurden umgeleitet. 275.548 Fahrgäste waren betroffen.
  • Im Regionalverkehr fielen sogar 3.723 Regionalzüge komplett aus, 3.986 konnten nicht die ganze Strecke fahren und 186 Bahnen wurden umgeleitet. Allein bei dem „DB Regio“ seien schätzungsweise 1,3 Millionen Fahrgäste betroffen gewesen.
  • Am Höchstpunkt, dem 6. Oktober, war fast jede/r 3. BahnfahrerIn von Umleitungen betroffen.
  • Beim Sturm „Xavier“ selbst waren von den einsatzfähigen Instandhaltungsfahrzeugen für die Oberleitungen von den vorhandenen 62 gerade einmal 25 im Einsatz.
  • Umfallende Bäume, die Stromleitungen unterbrachen, führten zu der Kritik, die Bahn habe sich nicht ausreichend um das Zurückschneiden von Bewuchs entlang der Bahnstrecken gekümmert. Das bestehende Pflegeprogramm werde nun laut Bundesregierung „überprüft“.
  • Veränderungsbedarf sieht die Bundesregierung bei „a) Fahrgast- und Kundeninformation sowie Verbesserung der Fahrgast-Betreuung am Bahnhof, b) Synchronisierung betrieblicher Prozesse und c) Störfallvermeidung durch Prävention (speziell Vegetationsbeseitigung).“

Die wichtigste ‚Erkenntnis‘ zuletzt: Die Bundesregierung sieht die „DB AG“ dennoch als „gut gerüstet, um Sturmschäden zeitnah zu beheben.“

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