… jedoch nicht vom Staat, sondern von „sanktionsfrei.de“.

Wenn der Staat nicht mehr hilft, gilt es sich gegenseitig zu helfen. Vor knapp 2 Wochen berichteten wir über einen Sozialhilfeempfänger, dem die Stadt Dortmund die Unterstützung gekürzt hatte, nachdem er sich durch Betteln Geld dazu verdient hatte. Der 50jährige Michael Hansen sei verpflichtet gewesen, seinen „Nebenverdienst“ anzugeben. Nun hat Hansen doch noch Unterstützung bekommen, jedoch nicht vom Jobcenter, sondern von solidarischen Unterstützern vermittels der Web-Seite „sanktionsfrei.de“.

Der neugegründete Verein „sanktionsfrei.de“ ist eine Art Rechtshilfe-Fond für Hartz IV-Empfänger. Gekürzte Sanktionen füllt der Verein einfach auf. Ebenfalls kann man dort seine Sanktionsbescheide per WhatsApp einsenden, die kostenlos geprüft werden – im Zweifel wird sogar per Gericht gegen den Staat vorgegangen. Das Ganze finanziert sich über Spenden, die die OrganisatorInnen des gemeinnützigen Vereins „Hartzbreaker“ getauft haben. 600 UnterstützerInnen gibt es schon.

Das Jobcenter hat jedoch bis heute die Sanktionen noch nicht aufgehoben.