Das München-Attentat fällt aus offizieller Statistik heraus.

Seit Anfang 2016 hat die Polizei 20 Tötungsdelikte von Faschisten registriert. Darunter fallen 11 Mal versuchter Totschlag, acht versuchte Morde und ein vollendeter Mord.
Auch die Angriffe auf die damalige Kölner Oberbürgermeister-Kandidatin Reker, den Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein und die Tötung einer SEK-Spezialeinheit durch einen Reichsbürger zählen dazu. Das ergibt die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage von Martina Renner (die Linke).

Nicht aufgeführt wird dagegen der faschistische Anschlag in München am 22. Juli 2016. Damals hatte David S. neun MigrantInnen erschossen. Die von der Stadt München beauftragten Gutachter stuften den Fall als rassistisch motivierte Tat ein. Dennoch wird er in der Liste der Bundesregierung nicht aufgeführt.

Faschistische Gewalt hat sich in den letzten Jahren sprunghaft erhöht. Erst kürzlich wurde bekannt, dass über 500 rechte Straftäter untergetaucht sind – drei Mal soviel wie 2016.

Dazu ein Kommentar von Lukas Beimler.

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