Zahlen gehen gegenüber 2016 zurück.

Der rassistische Terror gegen Menschen mit Fluchterfahrung bleibt weiterhin auf hohem Niveau. Die Amadeu Antonio Stiftung & PRO ASYL dokumentieren in einer gemeinsamen Chronik die Angriffe auf Asylunterkünfte und auf Geflüchtete des Jahres 2017.

Vier Angriffe pro Tag

Die Chronik listet 1713 Vorfälle für das noch laufende Jahr auf. Diese Anzahl entspricht vier Angriffen pro Tag und die Art und Weise der Übergriffe sind dabei sehr unterschiedlich. Es gab 23 Brandanschläge und 1364 sonstige Attacken. Darunter fallen Sprengstoff- sowie Brandanschläge, Steinwürfe, Schüsse, Körperverletzungen oder rechte Schmierereien.

Weniger Angriffe als 2016

Im Vergleich zu 2016 sind der Angriffe auf Geflüchtete rückläufig. Im Jahr 2016 wurden noch 3768 Fälle dokumentiert, unter denen 116 Bandanschläge zu verzeichnen sind. Hierbei werden bewohnte wie unbewohnte Unterkünfte angegriffen, um den Auszug der dort lebenden Menschen zu erzwingen, oder einen Einzug zu verhindern.

Eine Chronik der Gewalt

Doch auch in diesem Jahr wurden noch erhebliche Gewalttaten durchgeführt. In der Chronik werden Angriffe erfasst, die von den unterschiedlichsten Zeitungen, Rundfunkanstalten und Institutionen veröffentlicht wurden. Es finden sich Quellen wie der MDR, die Bundesregierung oder viele lokale Zeitungen, wie die Passauer Neue Presse oder die Ostthüringer Zeitung. Menschen werden tätlich mit einem Hammer angegriffen, Unterkünfte angezündet oder ganze Familien werden nachts in ihrer Wohnung überfallen.

Rechter Terror

Die Strafverfolgung der Täterinnen und Täter erschwert sich weiterhin, da sich vermeintliche ZeugInnen nicht melden, oder Geflüchtete bereits in ihre Heimatländer abgeschoben worden sind. Die Zahlen für das Jahr 2017 bleiben weiterhin auf hohem Niveau und Menschen mit Fluchterfahrung müssen in vielen Gebieten Deutschlands um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten.