Arbeitsniederlegungen im Januar in NRW und Baden-Württemberg angekündigt.

Im kommenden Jahr stehen bundesweit Tarifverhandlungen im Metall-Sektor auf der Tagesordnung. Bei den ersten Verhandlungen gehen die Forderungen und Angebote zwischen der Gewerkschaft IG-Metall und der Stahlindustrie weit auseinander.

Am gestrigen Freitag hat die IG Metall-Führung deshalb in Bochum einen ersten Warnstreik für die 700.000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Die Warnstreiks sollen am 8. Januar beginnen. Auch für Baden-Württemberg hat die Gewerkschaft für die zweite Januarwoche Warnstreiks angekündigt.

Die Arbeitgeberseite schlägt zwei Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung und – im Gegenzug – eine „bedarfsgerechte und bezahlte Ausweitung des Arbeitsvolumens“, sprich deutliche Ausweitung der Wochenarbeitszeit bei guter Auftragslage vor. Damit würden auch die Zuschläge für Spät- und Nachtschichten angegriffen werden. Laut den Verhandlungsführern der Arbeitgeberseite der Stahlindustrie sei dies ein „spürbarer Reallohn-Zuwachs für die Mitarbeiter“. Doch die allgemeine Teuerungsrate von aktuell 1,8% fräße diesen Zuwachs auf, so dass es real zu keinem Gewinn für die ArbeiterInnen kommen würde.

Die IG Metall hingegen fordert deshalb einen Zuwachs von sechs Prozent. Hinzu kommt ihre Forderung auf einen Anspruch zur Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden (ohne Lohnausgleich). Innerhalb von zwei Jahren sollen die ArbeiterInnen dann das Recht haben, zur Vollzeitarbeit zurück zu kehren.

Abzuwarten bleibt, inwieweit die Gewerkschaft auf diesen Forderungen beharren wird.

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