Gespräche in Berlin verlaufen ohne Ergebnisse.

In Berlin trafen sich heute Vertreter von Bund und Ländern mit dem Management von Siemens. Der Grund dafür sind die 3.300 geplanten Stellenstreichungen des Konzerns allein in Deutschland.

Siemens plant konkret zwei seiner Werke in Sachsen (Görlitz und Leipzig) komplett zu schließen und sein Werk in Erfurt zu verkaufen. Zudem sollen in Nordrhein-Westfalen 640 Stellen gekürzt werden. „Es ist uns klar, dass die Einschnitte sehr schmerzhaft sind und natürlich Sorgen und Verunsicherung auslösen“, so Janina Kugel, Vorstandsmitglied von Siemens bei dem heutigen Treffen in Berlin. Sie verwies jedoch gleichzeitig darauf, dass es aus Sicht der Konzernleitung keine profitablere Alternative gebe.

Das Gespräch in Berlin verlief unter dem Strich ergebnislos, laut Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries sei es dennoch ein sehr gutes Gespräch gewesen. Enttäuscht zeigte sich hingegen der Wirtschaftsminister von Thüringen, Wolfgang Tiefensee: „Dieses erste Gespräch war ein Informationsaustausch – leider nicht mehr.“

Und der Vorstand von Siemens betonte unterdessen unmissverständlich, dass der geplante Stellenabbau zu Allererst ein innerbetriebliches Thema sei, welches auch dort entschieden werde.