Studie belegt Zusammenhang zwischen subjektiv gefühlter Jobunsicherheit und psychischer Gesundheit.

Junge ArbeiterInnen sind öfter zeitweilig arbeitslos und erleben deshalb verstärkt Unsicherheit im Job. Das führt zu einer deutlichen Beeinträchtigung ihrer psychischen Gesundheit. Auch die Zufriedenheit mit der Arbeit und dem Leben allgemein fällt schlechter aus. Das hat eine Langzeit-Studie der Universität Bremen mit 1.500 jungen Menschen in Deutschland zwischen 18 und 30 Jahren herausgefunden.

Besonders ausgeprägt ist der negative Effekt bei denjenigen, die eine Berufsausbildung absolviert haben. Das erklärt die Forscherin Katharina Klug so: Wer als Azubi bereits über mehrere Jahre Berufserfahrung gesammelt hat, dürfte höhere Erwartungen an die Jobsicherheit haben. Wenn es dann mit der Festanstellung nicht klappt, sei man um so enttäuschter. Zudem dürften sich gerade Menschen, die großen Wert auf Sicherheit legen, für eine Lehre entschieden haben. Akademiker hätten in der Regel vergleichsweise gute Arbeitsbedingungen und ohnehin vielfältigere Möglichkeiten am Arbeitsmarkt und seien daher eher bereit, Befristungen in Kauf zu nehmen. Geringqualifizierte wiederum seien oft froh, wenn sie überhaupt einen Job ergattern könnten.

Der Anteil an Menschen, die sich wegen psychischer Beschwerden krank schreiben ließen, hat sich in den letzten knapp 20 Jahren fast verdreifacht. So ist er dem Gesundheitsreport DAK 2017 zufolge von 2,5 Personen pro 100 Versicherten im Jahr 1997 auf 6,5 Personen im Jahr 2016 gestiegen.