Oxfam-Bericht zeigt steigende Ungleichheit in Deutschland und der Welt.

2017 war ein gutes Jahr – für die Superreichen dieser Erde. Das reichste Prozent der Weltbevölkerung hat sich 82 Prozent des neu geschaffenen Reichtums gesichert. Das ist das Ergebnis eines Berichts der Organisation „Oxfam“. In Deutschland sieht es nicht anders aus: Hier besitzen 40 Menschen soviel Vermögen wie die ärmere Hälfte der deutschen Bevölkerung.

Die Zahl der Milliardäre ist derweil zwischen 2016 und 2017 so stark angestiegen wie nie zuvor. Alle zwei Tage ist ein neuer Milliardär hinzugekommen. Insgesamt sind es nun 2043 weltweit – ein neuer Rekord.
Das Vermögen der reichsten 500 davon hat sich in den letzten Jahren um 20 Prozent – das heißt 1000 Milliarden Dollar – erhöht.

Jög Kalinski, der Kampagnenleiter von Oxfam Deutschland, stellt dazu fest: „Eine reiche Minderheit nimmt massiv Einfluss auf politische Entscheidungen und senkt Unternehmenskosten – insbesondere Löhne und Steuern – in unverantwortlicher Weise, um die Profite der Anteilseigner zu steigern.“ Den Preis für der Profite zahlten „Milliarden von Menschen weltweit, die zu Löhnen, die nicht zum Leben reichen, schuften müssen und keinen Zugang zum öffentlichen Bildungs- und Gesundheitssystem erhalten.“