Während der Betriebsferien lies eine insolvente Essener Firma heimlich die Maschinen abtransportieren. Die ArbeiterInnen versuchten das durch eine Blockade des Werkstores zu verhindern.

Einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) zufolge, versuchte die Geschäftsführung der Firma IPP van Triel in Essen-Dellweg am gestrigen Donnerstag heimlich die Maschinen der Firma aus den Werkshallen abtransportieren zu lassen.

Vor zwei Jahren musste die Hammerschmiede van Triel Insolvenz anmelden und wurde durch die britische IPP-Gruppe übernommen. Dabei wurde die Hälfte der Belegschaft entlassen. Seit einem Jahr gibt es für die übrig gebliebene Belegschaft Kurzarbeit.

Kurz vor Weihnachten kündigte die Geschäftsführung dann sehr überraschend an, dass alle ArbeiterInnen bis zum 8. Januar frei stelle und schickte sie in den bezahlten Urlaub. Dies solle auch eine Entschädigung dafür gewesen sein, dass es kein Weihnachtsgeld gegeben habe, zitiert die WAZ den Betriebsratsvorsitzenden Dirk Neugebauer. Ein Verkauf der Maschinen sei nicht geplant so die Geschäftsführung noch vor zwei Wochen.

Daraufhin sind die ArbeiterInnen misstrauisch geworden und haben abwechselnd Wache vor dem Werkstor gehalten, um genau zu beobachten, was dort in ihrer Abwesenheit passiert. Am Donnerstag gab es dann Alarm. Ein Wache haltender Arbeiter konnte beobachten wie man damit begann, die Maschinen der Firma auf LKW zu laden.

Innerhalb kürzester Zeit versammelte sich die gesamte Belegschaft vor dem Werkstor und versuchte den Abtransport zu blockieren. Vergeblich. Auch der spontane Versuch der IG-Metall eine einstweilige Verfügung gegen den Transport zu erreichen scheiterte.

Die ArbeiterInnen werden am 8. Januar wieder zur Arbeit erscheinen, was sie dann dort erwartet wissen sie nicht.