Steigende Mieten, fehlende Wohnungen, zunehmende Obdachlosigkeit: Berlin könnte bald zur teuersten Stadt in Deutschland werden. 

Die Probleme auf dem Berliner Wohnungsmarkt nehmen zu. Jährlich steigen die Mieten in Berlin im Durchschnitt um 5%. Bei der Steigerung von Mietpreisen fällt die „Deutsche Wohnen“ besonders negativ auf. So verlangt sie bei Neuvermietungen rund 24% mehr Miete. Da die Einkommen aber nicht im gleichen Maße steigen, hat mittlerweile in Berlin fast jeder zweite Haushalt Anrecht auf eine Sozialwohnung. Die Zahl der Sozialwohnungen ist aber längst nicht so hoch.

Der Trend ist längst nicht vorüber. Berlin könnte, laut des „Deutschland-Monitor“ der Deutschen Bank, zu einer der teuersten Metropolen in Deutschland werden. Hier sei der Gipfel für die Miet- und Wohnungspreise lange noch nicht erreicht. Bis weit über das Jahr 2020 sollen die Preise weiter steigen.

Sozialwohnungen fehlen

Die Bevölkerung in Berlin wächst, gleichzeitig wird der Wohnraum immer knapper. Die Stadt hinkt beim Neubau von Wohnungen stark dem steigenden Bedarf hinterher. Jährlich müssten 6000 Wohnungen gebaut werden, zuletzt wurden aber nur 3000 fertiggestellt.

Das führt einerseits dazu, dass Wohnungen immer härter umkämpft sind, besonders innerhalb des S-Bahnring. Andererseits leben immer mehr Menschen ohne festen Wohnsitz. Berlins Staatssekretär für Arbeit und Soziales Alexander Fischer (Die Linke) schätzte alleine die Zahl der Obdachlosen auf 50.000 im Jahr 2017. Genaue Zahlen gibt es nicht, da keine Statistik dazu geführt wird. Hinzu kommen noch die zahlreichen wohnungslosen Menschen, die bei Familie oder Freunden unter kommen.