Reallöhne steigen verhältnismäßig wenig.

Der deutsche Staat geht mit einem großen Überschuss von 38,4 Milliarden Euro aus dem Jahr 2017. Es ist somit seit 2011 das stärkste wirtschaftliche Jahr für den deutschen Staat. Insgesamt sind die Staats-Einnahmen um 4,2 % gestiegen, während die Ausgaben nur um 3,4 Prozent zugenommen haben. In den Bundesländern haben sich mit 15,6 Milliarden Euro die Mehreinnahmen fast verdreifacht.

Wirtschaft weiter im Aufschwung

Auch das Bruttoinlandsprodukt ist dieses Jahr um 2,2 % gestiegen. Es gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen an, die während eines Jahres innerhalb von Deutschland hergestellt und geleistet wurden. Damit betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Jahr 2017 rund 3,26 Billionen Euro. Das bedeutete für die Unternehmen fette Gewinne: 109 Milliarden Euro Profit machte die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr – soviel wie in den letzten 6 Jahren nicht.

Der Reallohn, also das, was man sich von seinem Lohn real leisten kann, stieg jedoch nur leicht. So ist der Reallohn-Index in Deutschland im dritten Quartal 2017 um nur 0,7 % gegenüber dem dritten Quartal 2016 gestiegen.