Entscheidung über 24 stündige Warnstreiks soll nächste Woche fallen

Nach zahlreichen kurzzeitigen Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie, an denen sich bis zu einer halben Millionen ArbeiterInnen beteiligt haben, laufen nun neue Verhandlungen mit den Arbeitgebervertretern an.

Zunächst tagen ab heute die regionalen Tarifkommissionen der Bundesländer bzw. der Tarifgebiete. Nächste Woche wird dann die IG Metall Spitze über die Ausweitung der Warnstreiks beraten.

 „Seit 16. November liegen unsere Forderungen auf dem Tisch. Zwei Monate sind seitdem vergangen und außer Kopfschütteln und ein mickriges Angebot, keine zielführenden Gespräche. Jetzt auch noch der Vorwurf, dass unsere Forderung rechtswidrig wäre. Es reicht!“ so der IG Metall bevollmächtigte Robert Grashei aus Landshut gegenüber dem Bayerischen Wochenblatt.

Die IG Metall gab unterdessen bekannt, dass ihre Streikkassen gut gefüllt seien und sie ohne Probleme auch längere Streiks ohne finanzielle Probleme durchhalten könne.

Seit dem Beginn der Warnstreiks soll es laut Angaben der Gewerkschaft tausende Neueintritte geben. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl ihrer Mitglieder in den Betrieben auf 1,571 Millionen, der höchste Stand seit zehn Jahren. Die Gesamtmitgliederzahl sank dagegen weiter auf 2,263 Millionen.