Umfrage des Kinderhilfswerks zu Kinderarmut veröffentlicht

13 Jahre nach der Agenda 2010 und Hartz IV Reformen hat sich laut Aussagen des Kinderhilfswerks insbesondere die Kinderarmut in Deutschland deutlich verschärft, die Kinderarmutsquote mehr als verdoppelt. Mittlerweile sei jedes fünfte Kind von Armut betroffen. Trotz weitreichender öffentlicher Diskussionen in den letzten Jahren habe es keine maßgeblichen Verbesserungen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen gegeben. Das sieht auch eine große Mehrheit von Befragten des „Kinderreports 2018“ so.

Es wird zu wenig getan

So sind 66% der befragten Kinder und Jugendlichen der Meinung dass eher wenig gegen Kinderarmut getan werde, bei den Erwachsenen sind es 58%. 11 Prozent der unter 18 Jährigen sagen sogar dass „Sehr wenig“ getan werde, hier sind es bei den Erwachsenen 14%.

Insbesondere die Anhängerinnen und Anhänger der Unionsparteien (insgesamt 39 Prozent „sehr viel“ und „eher viel“) bewerten die Aktivitäten von Staat und Gesellschaft deutlich positiver als beispielsweise die der Linken (insgesamt 11 Prozent) oder der Grünen und der AfD (beide insgesamt 17 Prozent).

Ursachen von Kinderarmut

Als Gründe für Kinderarmut listet der Reprot Arbeitslosigkeit der Eltern, zu niedrige Entlohnung insbesondere von gering qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Teilzeitarbeit bei Alleinerziehenden auf. Aber auch Familien mit drei oder mehr Kindern sowie Kinder und Jugendliche aus Haushalten mit Migrationshintergrund sein stärker von Kinderarmut betroffen.

Welche Maßnahmen ergreifen?

Maßnahmen gegen Kinderarmut gibt es viele. Über 90 Prozent der Kinder halten vorallem folgende Maßnahmen für wichtig oder sehr wichtig: Kostenloses Frühstück und Mittagessen in Kita und Schule, Kostenlose Bücher und Lehrmittel in der Schule,, Kostenlose Ganztagsbetreuung in Schulen und Kitas Mehr Fachkräften und Sozialarbeitern in Schulen und Kitas, die sich um benachteiligte Kinder kümmern.

Bei den Erwachsenen werden vor allem Kostenlose Bücher und Lehrmittel in der Schule und mehr Fachkräften und Sozialarbeitern in Schulen und Kitas, die sich um benachteiligte Kinder kümmern als bedeutend angesehen.