Gestern wurde Newroz in Hannover gefeiert, entgegen aller Verbotsversuche

Newroz wurde gefeiert und rund 11.000 Menschen nahmen in Hannover teil. Die Feierlichkeiten wurden eingeleitet von zwei Demonstrationen, die in Solidarität mit Afrin stattgefunden haben. Damit richteten sie sich gegen die türkische Militäroffensive ebenso wie gegen den deutschen Waffenhandel mit der Türkei.

Langer Weg der Repressionen

Bis es eine genehmigte Veranstaltung zum Newroz-Fest gab, mussten die VeranstalterInnen einen umständlichen Weg gehen. Zunächst war angekündigt worden, die Veranstaltung zu verbieten, die Anmeldung war zurückgezogen worden. Viele Organisationen zeigten sich daraufhin solidarisch, meldeten Newroz erneut an – und klagten letztendlich darauf, Newroz feiern zu können. Das kurdische Neujahrsfest nicht zu feiern, war für den kurdischen Dachverband NAV-DEM zu keinem Zeitpunkt eine Option: „Wir werden in jedem Fall Newroz auf den Straßen feiern. Weder in Deutschland, noch an einem anderen Ort der Welt lassen wir uns das Newroz-Fest verbieten”

Demonstrationen zur Feier

Trotz klirrender Kälte beteiligten sich an den Demonstrationen am  Opernplatz Tausende.  Es kam zu drei Festnahmen, zwei davon, weil verbotene Symbole der PKK getragen wurden. Diese Angriffe auf die Demonstration wurden beantwortet von Parolen, die forderten, das Verbot der PKK aufzuheben. Mehrmals wurde der Demonstrationszug aufgehalten mit der der Forderung, Parolen zur PKK zu unterlassen. Insgesamt waren drei Großaufgebote im Einsatz, auch bei -2° war ein Wasserwerfer vor Ort.

„Newroz bedeutet Widerstand!“

Die Endveranstaltung wurde eröffnet mit dem Motto „Newroz bedeutet Widerstand! Widerstand bedeutet Newroz!“. Zahlreiche Kultur- und Redebeiträge fanden auf der Bühne statt, auf dem Platz waren zahlreiche YPG-Fahnen zu sehen. Auch auf dieser Veranstaltung griff die Polizei ins Bühnenprogramm ein, als dort eine Fahne mit dem Porträt Abdullah Öcalans gezeigt wurde.