14 EU-Staaten weisen russische Diplomaten aus

Der Skandal um den Giftgasanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien zieht immer weitere Kreise. Nach einem langen verbalen Schlagabtausch und der Ausweisung von jeweils 23 russischen bzw. britischen Diplomaten ziehen jetzt die EU-Länder nach.

So haben sich heute 14 Länder der EU dazu entschieden, russische Diplomaten auszuweisen. Deutschland gab die Ausweisung von vier russischen Diplomaten bekannt. Das Auswärtige Amt begründete die Ausweisung damit, dass „nach dem Giftanschlag von Salisbury Russland noch immer nicht zur Aufklärung beiträgt“. Die Ausweisung sei in enger Absprache mit den Mitgliedsstaaten der EU und der NATO gefällt worden.

Bundesaußenminister Heiko Maas sagt, dass man damit auch ein „Zeichen der Solidarität mit Großbritannien“ ausdrücken wolle. Bereits am vergangenen Freitag veröffentlichten die 28 EU-Regierungen eine gemeinsame Stellungnahme, in der sie den Anschlag auf Skripal „in schärfster Weise“ verurteilen und Russland für diesen verantwortlich machen.

Auch die USA haben die Ausweisung von 60 russischen Diplomaten beschlossen. Außerdem soll das russische Konsulat in Seattle geschlossen werden, so das Weiße Haus in einer Erklärung.

Damit erreicht die Krise zwischen Russland und der EU sowie den USA eine neue Dimension auf diplomatischer Ebene.