Das Risiko für Wirtschaftseinbrüche steigt, die Bedrohung für eine wirtschaftliche Rezession erhöht sich auf über 30 Prozent.

Laut den Untersuchungen des „Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung“ (IMK) steigt das Risiko, dass der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland enden könnte. Laut einer vom Spiegel veröffentlichen Analyse des Instituts der Hans-Böckler-Stiftung gehen die Wissenschaftler für den Zeitraum April bis Ende Juni von einer mittleren Rezessionswahrscheinlichkeit aus.,

Als Rezession wird die Abschwächung des Wirtschaftswachstums, bzw. ein leichter Rückgang desselbigen bezeichnet. Lag das Risiko für die Abschwächung der Wirtschaft im März noch bei gerade einmal 6,8 Prozent, so liegt es heute bei 32,4 Prozent. Damit springt auch die „Konjunktur-Ampel“, welche einen Hinweis auf die Lage der Wirtschaft geben soll, von Grün auf Gelb.

Als Ursache für die deutlich schlechteren Prognosen nannten die Wissenschaftler vor allem den wirtschaftlichen Konfrontationskurs der USA. Eine aggressive Handels- und Zollpolitik würde die Finanzmärkte und damit auch die deutsche Wirtschaft erschüttern, so die Wissenschaftler.

“Noch bevor klar ist, ob die amerikanischen Strafzölle auch auf europäische Waren ausgedehnt werden, breitet sich starke Verunsicherung aus”, so der wissenschaftliche Direktor des IMK, Gustav Horn. “Unsere Bedenken wachsen, aber noch gehen wir von einem anhaltenden Aufschwung aus, der im Kern von der Binnenwirtschaft getragen wird.” (Link).

Laut Horn sei insbesondere die deutsche Wirtschaft besonders anfällig für schnelle Veränderungen auf dem Weltmarkt. Dies begründet er mit der hohen Exportabhängigkeit der Wirtschaft in Deutschland.