BKA schreibt 24 Tatverdächtige zur europaweiten Fahndung aus. Am kommenden Mittwoch sollen Zwischenergebnisse der großangelegten Öffentlichkeitsfahndung in Hamburg präsentiert werden.

Laut den Antworten des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hat das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) bereits am 13. April eine Fahndungsliste mit 24 Verdächtigen an zahlreiche europäische Staaten übersandt. Das berichten die Zeitungen die Funke Mediengruppe.

Die Fahndungsliste soll an 15 europäische Sicherheitsbehörden geschickt worden sein, darunter etwa die „Guardia Civil Counter Terrorism Unit“ in Spanien, die „State Security Division“ in Griechenland, sowie das „SO15 Counter Terrorism Command“ in Großbritannien. Außerdem sollen weitere Sicherheitsbehörden in Frankreich, Polen, Ungarn, Tschechien, den Niederlanden, Belgien, Österreich, Schweden, Dänemark, Finnland, Italien und der Schweiz einbezogen worden sein. Bei den Fahndungen soll es sich um Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs, Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung handeln.

Nachdem es zunächst eine massiv umstrittene Öffentlichkeitsfahndung von mehr als 100 Personen in Deutschland gegeben habe, werde diese nun auf Europa ausgeweitet. Unter den mit Bildern gesuchten Verdächtigen sollen sich auch zahlreiche Minderjährige befinden. „LKA und BKA überbieten sich in einem Lächerlichkeits-Wettbewerb“, kommentierte die Linken-Innenexpertin Ulla Jelpke die Fahndungen gegenüber den Funke-Zeitungen.

Am kommenden Mittwoch wollen die Hamburger Ermittlungsbehörden ihre bisherigen Ermittlungsergebnisse auf einer Pressekonferenz vorstellen.

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