Polizei geht brutal gegen Protestierende vor

Die Mieten explodieren in Berlin – nun haben einige MieterInnen das Problem von bezahlbarem Wohnraum selbst in die Hand genommen. So wurden mehrere Häuser besetzt, die teilweise jahrelang leer standen. Wie die AktivistInnen der Aktion „#besetzen“ mitteilten, habe man mindestens neun Häuser besetzt, etwa in Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain. Einige davon waren nur Scheinbesetzungen. Transparente mit der Aufschrift „besetzt“ wurden dort angebracht – möglicherweise ein Ablenkungsmanöver.

In den Berliner Stadtteilen Kreuzberg und Neukölln räumte die Polizei kurze Zeit später besetzte Gebäude. Bei der Räumung der Reichenberger Str. 114 wurden auch DemonstrantInnen verletzt. Das besetzte Haus in der Bornsdorfer Straße 37b mit 40 Wohnungen wurde noch während der Verhandlungen gestürmt. Gegen 56 Personen werde wegen Hausfriedensbruch ermittelt, sagte ein Sprecher der Polizei.

Zuvor hatte die Eigentümerin des Hauses, die landeseigene „Stadt und Land“-Wohnungsbaugesellschaft, ein schriftliches Räumungsbegehren beantragt. In Berlin regiert derzeit ein Bündnis aus SPD und Linkspartei.