Rund 2.000 legal bewaffnete Faschisten und zahlreiche rechte Terrorgruppen stehen kaum im öffentlichen Fokus

In den großen Medien wird seit Jahren fast ausschließlich über die Gefahren, die von islamistischen Gruppierungen und ihren Anhängern ausgehen, gewarnt. Spätestens seit dem G20-Gipfel ist auch das Feindbild „Links“ wieder voll im Trend. – Doch wie sieht es auf der rechten Seite aus? Mal wieder auf dem rechten Auge blind!

Im vergangenen Monat stufte die Bundesregierung 26 Personen aus dem kriminalistischen Bereich „politisch motivierte Kriminalität – rechts“ als sogenannte Gefährder ein, denen die Durchführung von schweren gewalttätigen Straftaten zugetraut wird. Hinzu kommen mehr als 100 „relevante Personen“. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen hervor.

Hinzu kommen zahlreiche rechte Terrorgruppen, die in den letzten Jahren mehr oder weniger öffentlich wahrgenommen wurden. Unter ihnen die Gruppen „Freital“, „Oldschool Society“ oder „Nordadler“. Beim Generalbundesanwalt sind demnach zur Zeit allein 14 Ermittlungs- und Strafverfahren gegen fünf verschiedene Vereinigungen im Bereich „Rechtsterrorismus“ anhängig.

Oftmals entstehen diese Gruppierungen, ohne dass die deutschen Sicherheitsbehörden dies wahrnehmen, bzw. Entwicklungen zwar wahrgenommen aber unterschätzt werden. Ein gutes Beispiel dafür sind die sogenannten „Reichsbürger“. Vor zwei Jahren galten sie offiziell noch als harmlose Spinner, von denen es wohl nicht mehr als 1.000 gäbe. Heute ist allgemein anerkannt, dass diese faschistische Szene extrem gefährlich, stark bewaffnet und mit heute geschätzten 18.000 Personen enorm stark ist.

Rund 1.200 Reichsbürger und 750 weitere Faschisten sollen laut Angabe der Bundesregierung die Erlaubnis haben, offiziell scharfe Schusswaffen zu besitzen. Seit Ende 2016 soll 450 Reichsbürgern und 59 weiteren Faschisten diese Erlaubnis entzogen worden sein.