Rüstungsausgaben übersteigen die Höchstwerte während des „Kalten Kriegs“

Die weltweiten Ausgaben für Rüstungsgüter sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Laut dem in Stockholm ansässigen Friedensforschungsinstitut SIPRI stiegen die Ausgaben weltweit auf 1,739 Billionen Dollar an. Deutschland gab im vergangenen Jahr rund 44,3 Milliarden Dollar aus, soviel wie seit 20 Jahren nicht mehr (Link).

Nachdem die weltweiten Rüstungsausgaben von 1999 bis 2011 kontinuierlich anstiegen, blieben sie in den Jahren 2012 bis 2016 etwa gleich. Im vergangenen Jahr steigerten sie sich dann erstmals wieder um rund 1,1 Prozent.

Allein auf die USA fällt mit 610 Milliarden Dollar rund ein Drittel der weltweiten Ausgaben. Die USA geben damit das 2,7fache des zweitplatzierten China aus. Dabei steigen die Ausgaben Chinas rasant an. Während der Anteil 2008 noch bei 5,8 Prozent lag, machten Chinas Ausgaben 2017 bereits 13 Prozent der weltweiten Ausgaben aus.

Weltweit wurden im Schnitt 2,2 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts für Waffen ausgegeben. Die ForscherInnen rechnen in den nächsten Jahren mit noch deutlich höheren Steigerungen der Militärausgaben. Dies führen sie einerseits auf einen massiven Zuwachs der Ausgaben in West- und Mittelasien wie auch auf die von der USA befeuerte Debatte um höhere Ausgaben der NATO-Staaten zurück.