Telekom-Tochter „T-Systems“ streicht tausende Stellen, alleine 6.000 davon in Deutschland

Die Großkundensparte der Telekom, die in das Tochterunternehmen T-Systems ausgelagert ist, will kräftig sparen. Mehr als 600 Millionen Euro sollen es werden. Dazu soll mehr als jeder vierte Job gestrichen werden. Allein in Deutschland würde jede/r dritte MitarbeiterIn den Arbeitsplatz verlieren. Insgesamt sollen rund 10.000 Stellen gestrichen werden, 6.000 davon in Deutschland. Dies gab der Chef von T-Systems, Adel Al-Saleh, auf einer MitarbeiterInnenversammlung in Bonn bekannt.

Noch 2018 soll mit dem Abbau der Arbeitsplätze begonnen werden. Jährlich würden dann in Deutschland 2.000 Jobs wegfallen. Als erstes wären hier 2.000 Arbeitsplätze auf der Management- und Verwaltungsebene betroffen. Weitere 2.000 Stellen sollen in andere Länder wie die Türkei und Indien verlagert werden. Die Restlichen sollen durch Automatisierungs- und Digitalisierungsprozesse überflüssig werden und dadurch entfallen. Von den bisher 230 Niederlassungen in Deutschland würden nach dem Sparprogramm nur noch 20 erhalten bleiben.

Als Grund für den massiven Sparkurs zu Lasten der Beschäftigten nannte Al-Saleh gegenüber dem Handelsblatt massive Auftragseinbrüche und den Wegfall mehrerer Großkunden wie zuletzt Thyssen-Krupp. T-Systems will bei dem Arbeitsplatzabbau laut eigener Angaben jedoch auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten und mit der Gewerkschaft Ver.di einvernehmliche Lösungen im Sinne der Sozialpartnerschaft finden.

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