Französische Polizei nimmt zahlreiche Rechtsradikale bei Hausdurchsuchungen fest

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat die französische Polizei bei landesweiten Hausdurchsuchungen zehn Menschen festgenommen, die im Verdacht stehen, Anschläge gegen Muslime geplant zu haben.

Die Verdächtigen sollen zwischen 32 und 69 Jahre alt sein und zu der ultrarechten Organisation „Action des Forces opérationnelles“ („Kampf der Einsatzkräfte“) gehören. Zwei von ihnen wurden auf der Mittelmeerinsel Korsika festgenommen. Bei dem Anführer der Gruppe soll es sich um einen 65 Jahre alten, ehemaligen Polizisten handeln.

Bei den Durchsuchungen sollen auch Waffen gefunden und beschlagnahmt worden sein. Weitere Waffen wollte die Organisation sich angeblich noch besorgen. Den französischen Sendern TF1 und LCI zufolge soll die Gruppe vorgehabt haben, „radikale Imame, islamistische Häftlinge, die aus dem Gefängnis kamen, und verschleierte Frauen“ zu töten (Link).

Wie konkret die Anschlagsplanungen ausgereift waren, ist bisher nicht bekannt. Die Verdächtigen sollen laut Medienberichten seit einiger Zeit durch den französischen Inlandsgeheimdienst „DGSI“ (Direction générale de la sécurité intérieure) überwacht worden sein.