Während sich sogenannte „multiresistente Keime“ immer weiter ausbreiten, stoppen immer mehr Pharmakonzerne ihre Antibiotika-Forschung, da sie nicht profitabel genug sei

Laut dem „Verband forschender Pharmaunternehmen“ (VfA) wird die Entwicklung neuer Antibiotika immer schwieriger und bedarf immer größerer Anstrengungen und finanzieller Ressourcen. Aus diesem Grund steigen immer mehr Pharmakonzerne aus der Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika aus.

So nun auch der Pharma-Riese „Novartis“: Obwohl der Konzern vor zwei Jahren noch groß den „Kampf gegen Superkeime“ ankündigte und eine „globale Front gegen die Entstehung medikamentenresistenter Infektionen“ forderte, steigt Novartis nun komplett aus der Forschung neuer Antibiotika, sowie Mitteln gegen Viren aus (Link).

Nach der Entscheidung kündigte Novartis bereits 140 MitarbeiterInnen seiner Forschungsabteilung in den USA. Laut Novartis-Chef Vas Narsimhan wolle der Konzern seine Ressourcen nun in anderen, als lukrativer geltenden, Bereichen bündeln, z.B. bei der Entwicklung neuer Medikamente gegen Krebs und Herz-Erkrankungen.

Derweil werden wohl schon jetzt – jährlich geschätzt – 700.000 Menschen an multiresistenten Keimen sterben. In Zukunft dürften diese Zahlen deutlich ansteigen, sollten keine neuen Medikamente entwickelt werden.

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