Die kriminelle Vereinigung ist ab sofort in Deutschland verboten

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CDU) hat am Dienstag das bundesweite Verbot der rockerähnlichen Gruppierung „Osmanen Germania Boxclub“ verkündet. Am selben Tag soll es in mehreren Bundesländern zu Razzien gekommen sein, in deren Verlauf auch Beschlagnahmungen in mehreren Vereinshäusern durchgeführt worden seien. Vom Verbot betroffen sind alle 16 Ortsvereine. Damit sind alle Aktivitäten der Organisation und das Verwenden ihrer Symbole untersagt.

Grund für die Maßnahmen sei eine „schwerwiegende Gefährdung“ für die Allgemeinheit, die von der Gruppe ausgegangen sei. Der Gruppe werden versuchter Mord, Erpressung, Drogenhandel, Zwangsprostitution sowie Zuhälterei und Freiheitsberaubung vorgeworfen.

Auch soll sie den türkisch-faschistischen „Grauen Wölfen“ und der türkischen AKP-Regierung von Recep Tayyip Erdogan nahestehen. In der Vergangenheit soll es außerdem zu gezielten Attacken auf in Deutschland lebende KurdInnen, linke AktivistInnen und AnhängerInnen der türkischen Gülen-Bewegung gekommen sein.
Seehofer begründete das Verbot mit dem Satz: „Wer den Rechtsstaat ablehnt, kann von uns keine Nachsicht erwarten.“ (Link).

In der Vergangenheit gab es immer wieder Hinweise darauf, dass die „Osmanen Germania“ in direktem Kontakt zur türkischen Regierung und ihrer Regierungspartei AKP standen. Ob es zu direkten Anweisungen aus der Türkei an die Organisation gekommen ist, ist bisher nicht öffentlich bestätigt worden (Link).

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