Im letzten Jahr wurden fast 5.000 LehrerInnen mit Beginn der Sommerferien entlassen

Während aktuell der Rüstungsetat sprunghaft ansteigt, scheint im Bildungsbereich weiterhin Geld zu fehlen. So bedeutet der Sommerferienbeginn für viele Lehrkräfte, dass ihre befristeten Verträge auslaufen – und sie arbeitslos werden. Da jedoch Lehrermangel herrscht, werden die meisten zum Ende der Sommerferien wieder eingestellt. Zuvor hatten sie jedoch 6 Wochen Verdienstausfall und Arbeitslosigkeit.

Laut Bundesagentur für Arbeit meldeten sich in den Sommerferien 2017 rund 4.900 meist angestellte Lehrkräfte arbeitslos – 35% der Meldungen im gesamten Jahr. Die tatsächliche Zahl der betroffenen Lehrer dürfte aber höher liegen, denn nicht alle meldeten sich arbeitslos.

Die Länder sparen dadurch ein: Alleine in Baden-Württemberg rund 12,5 Millionen €, dort fallen 3.300 Verträge weg. Laut der GEW-Vorsitzenden Marlis Tepe senke die staatliche Rausschmiss-Politik die Attraktivität des Berufs: „Man muss den Beruf attraktiv gestalten und nicht sagen: Wir brauchen Euch in den Sommerferien nicht.“

Besonders hart trifft es die ReferendarInnen, die noch nicht regulär übernommen sind. Da sie als BeamtInnen auf Widerruf während des Vorbereitungsdienstes nicht in der Arbeitslosenversicherung versichert sind, bekommen sie auch kein Arbeitslosengeld. Das bedeutet: sechs Wochen Hartz IV.

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