Auf der ganzen Welt bekommen die Menschen den Klimawandel zu spüren

Nicht nur in Deutschland hatten wir es in den letzten Tagen mit hohen Temperaturen zu tun. Auf der ganzen Nordhalbkugel kommt es derzeit zu extremer Hitze. Am heißesten ist es in Nord-Afrika und West-Asien („Mittlerer Osten“), wo die Temperaturen regelmäßig auf bis zu 45 Grad Celsius stiegen. In Algerien wurde sogar ein Rekordwert von 51,3° C gemessen. Auch in den Nächten sinken die Temperaturen häufig nicht unter 40° C.

Hitzerekorde wurden auch im US-amerikanischen Los Angeles (43,9), im kanadischen Montreal (36,6), sowie in vielen weiteren nordamerikanischen Städten erreicht. In Kanada hat die Hitze bereits über 50 Todesopfer gefordert. In Sibirien war es mit 32 Grad Celsius am 5. Juli sogar 22 Grad heißer als im Jahr zuvor. Solch hohen Temperaturen sind für die Küstenregion am atlantischen Ozean vollkommen außergewöhnlich.

Einzeln betrachtet, ist kein Temperaturwert ein Beweis für den Klimawandel, aber im Großen und Ganzen ist die aktuelle Rekordhitze auf der gesamten nördlichen Hemisphäre möglicherweise ein Anfang dessen, was Klimaforscher zu Beginn des Jahres in einer Studie zum Klimawandel vorhergesagt hatten: Sie prognostizierten neben der allgemeinen Erderwärmung das häufigere Auftreten immer stärkerer Hitzewellen.

Wie gefährlich Hitzewellen sein können, zeigt das Jahr 2003, in dem in Europa bis zu 70.000 Menschen gestorben sind. Der menschliche Körper kann sich nur schwer vor Hitze schützen. Besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit, fällt das Schwitzen als körpereigenes Kühlsystem aus, was in extremen Situationen schnell zum Tod führen kann. Ende des Jahrhunderts könnten große Teile der Welt nicht mehr bewohnbar sein.

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