Streiks an den Unikliniken in Düsseldorf und Essen halten bereits seit zwei Monaten an

In Düsseldorf demonstrierten am Donnerstag 600 Menschen in Solidarität mit dem Streik des Pflegepersonals der Düsseldorfer und Essener Unikliniken. Mit Trommeln, Trillerpfeifen und vielen Transparenten zog man nach der Startkundgebung am Düsseldorfer Uniklinikum bis in die Altstadt. Dabei wurden immer wieder Parolen wie „Mehr von uns ist besser für alle“ und „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Gesundheit klaut“ gerufen. Der Demonstrationszug erhielt viel Sympathie von vorbeifahrenden AutofahrerInnen und AnwohnerInnen entlang der Route.

Der von den Pflegekräften der Düsseldorfer und Essener Unikliniken geführte Streik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte, fordert einen Tarifvertrag, Entlastung und mehr Personal für Krankenhäuser. Auf politischer Ebene demonstrierte man für gesetzliche Regelungen zur Personalausstattung.

In den deutschen Krankenhäusern fehlen derzeit 162.000 Beschäftigte, davon rund 70.000 in der Pflege. Die Folgen treffen sowohl PatientInnen in Form von Unterversorgung und die Krankennhaus-Beschäftigten in Form von Überlastung. In Redebeiträgen wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass es nicht sein könne, dass an Orten, an denen Menschen gesund werden sollen, Arbeitsbedingungen herrschen, die die Beschäftigten krank machen.

Der nun schon gut zwei Monaten anhaltende Streik sorgt für leere Betten und einen Schaden in Millionenhöhe für die Unikliniken. Sowohl in Düsseldorf als auch in Essen haben sich Bündnisse für mehr Pflegepersonal in Krankenhäusern gegründet. Sie unterstützen die Streikenden, organisieren Solidarität und politischen Protest.