Neun Hausdurchsuchungen in drei Bundesländern

Wieder kam es gestern in den frühen Morgenstunden zu koordinierten Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit den Protesten gegen den G20-Gipfel im vergangenen Jahr in Hamburg (Link).

Die Hausdurchsuchungen fanden in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen statt. Dabei wurden sechs Wohnungen in Hamburg, zwei in Niedersachsen (Hannover und Harmstorf) und eine in Schleswig-Holstein (Burg/Dithmarschen) durchsucht.

Laut Pressemitteilung der Sonderkommission „Schwarzer Block“ richteten sich die Durchsuchungen gegen neun Personen im Alter von 18 bis 54 Jahren. Ihnen werden Straftaten wie schwerer Landfriedensbruch (§ 125 a StGB), Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (§ 113 StGB), tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte (§ 114 StGB) und Körperverletzungsdelikte (§§ 223, 224 StGB) vorgeworfen. Die Durchsuchungen sollen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen bei der „Welcome to Hell“-Demonstration und im Schanzenviertel gestanden haben.

Nach eigenen Angaben will die Polizei bei den Durchsuchungen zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt haben. Darunter auch Gegenstände, welche nicht im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel stehen, sondern möglicherweise mit anderen Straftaten in Verbindung stehen sollen.

„Es wird weitere Maßnahmen der Soko ‚Schwarzer Block‘ geben.“, so Hamburgs Polizeipressesprecher Timo Zill am Dienstag. Die Polizei soll nach wie vor in rund 3.000 Ermittlungsverfahren ermitteln. Mehr als 800 Tatverdächtige will die Polizei bisher ermittelt haben.

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